Zecken Alarm – So schützen Sie sich
Sobald die Temperaturen steigen, beginnt auch die Zeckensaison. Die kleinen Blutsauger halten sich bevorzugt in hohem Gras, Büschen, Unterholz und an Waldrändern auf. Entgegen einem weit verbreiteten Mythos fallen Zecken nicht von Bäumen, sondern werden beim Vorbeigehen abgestreift.
Ein Zeckenstich ist meist harmlos. Allerdings können Zecken Krankheitserreger wie Borreliose oder – in bestimmten Regionen Deutschlands – die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren. Gegen FSME kann man sich zudem Impfen lassen.
So schützen Sie sich vor Zecken
Tragen Sie geeignete Kleidung
Tragen Sie vorzugsweise:
- lange Hosen und langärmelige Oberteile
- geschlossene Schuhe statt Sandalen
- Hosenbeine möglichst in die Socken stecken
- helle Kleidung tragen, damit Zecken leichter entdeckt werden
Meiden Sie typische Zeckenplätze
Zecken sitzen bevorzugt in:
- hohem Gras
- Unterholz
- dichtem Gebüsch
- bodennaher Vegetation
Bleiben Sie auf befestigten Wegen, wenn möglich.
Schutzmittel verwenden
Zeckenschutzmittel, meist als Spray oder Lotion erhältlich, können Zecken für mehrere Stunden fernhalten. Sie enthalten Wirkstoffe, die den Geruchssinn der Zecken stören und so verhindern sollen, dass sie sich auf der Haut festsetzen.
Für Erwachsene und Kinder gibt es unterschiedliche Produkte. Achten Sie deshalb auf die Anwendungshinweise und die jeweilige Altersfreigabe. Da die Schutzwirkung zeitlich begrenzt ist, sollte das Zeckenschutzmittel bei längeren Aufenthalten im Freien oder nach starkem Schwitzen entsprechend den Herstellerangaben erneut aufgetragen werden.
Nach dem Aufenthalt absuchen
Kontrollieren Sie nach jedem Spaziergang oder Ausflug:
- den gesamten Körper
- Kinder besonders sorgfältig
- Haustiere nach jedem Spaziergang
Zecken bevorzugen warme, gut durchblutete Hautstellen wie:
- Kniekehlen
- Leistenbereich
- Achseln
- Hals
- Haaransatz
- hinter den Ohren
Zecke entdeckt – Was tun?
Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Übertragung von Krankheiten.
So entfernen Sie eine Zecke richtig
- Die Zecke mit einer feinen Pinzette oder einer Zeckenkarte möglichst hautnah greifen.
- Langsam und gerade herausziehen.
- Die Zecke nicht quetschen oder drehen. So könnten leichter Erreger in die Wunde gelangen.
- Anschließend die Einstichstelle desinfizieren.
- Hände gründlich waschen.
Bleibt nach dem Entfernen ein kleiner Teil der Mundwerkzeuge in der Haut zurück, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. Es kann eine leichte Entzündung entstehen, die Haut stößt diese Reste meist von selbst ab. Versuchen Sie nicht, sie mit einer Nadel oder Pinzette herauszuholen, da dies die Haut zusätzlich reizen kann.
Nach einem Zeckenbiss
Behalten Sie die Einstichstelle in den nächsten Tagen und Wochen im Blick. Eine kleine anfängliche Rötung ist normal. Hilfreich ist auch das Fotografieren der Stelle, damit man den Verlauf besser nachvollziehen kann.
Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn:
- sich eine ringförmige Rötung (Wanderröte) bildet
- die Rötung größer wird
- Fieber, Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen auftreten
- grippeähnliche Beschwerden entstehen
FSME in Deutschland
Neben Borreliose können Zecken auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Dabei handelt es sich um eine Virusinfektion, die das Gehirn und die Hirnhäute befallen kann. Im Gegensatz zur Borreliose gibt es gegen FSME keine ursächliche Behandlung – lediglich die Beschwerden können behandelt werden.
Eine wirksame Schutzimpfung steht jedoch zur Verfügung. Sie wird insbesondere Menschen empfohlen, die in FSME-Risikogebieten leben oder sich dort regelmäßig im Freien aufhalten, beispielsweise beim Wandern, Radfahren, Campen oder bei der Gartenarbeit.
FSME-Risikogebiete liegen vor allem in Süddeutschland. In den vergangenen Jahren wurden jedoch auch in anderen Regionen Deutschlands vereinzelt neue Risikogebiete ausgewiesen. Deshalb empfiehlt es sich, vor Reisen innerhalb Deutschlands oder ins Ausland zu prüfen, ob am Reiseziel ein erhöhtes FSME-Risiko besteht.
Wir beraten Sie gerne dazu, ob eine FSME-Impfung für Sie sinnvoll ist und welche Impfungen für Ihre Reise oder Freizeitaktivitäten empfohlen werden.
Gut vorbereitet in die Zeckensaison
Ob für den nächsten Waldspaziergang, den Familienausflug oder den Urlaub – mit dem richtigen Zeckenschutz sind Sie bestens vorbereitet.
In unseren Apotheken beraten wir Sie gerne zu:
- Zeckenschutzsprays für Erwachsene und Kinder
- Zeckenkarten und Zeckenpinzetten
- passenden Produkten für Hunde und Katzen
- der Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke
- FSME und Schutzimpfungen
Sprechen Sie uns einfach an – wir helfen Ihnen dabei, den passenden Zeckenschutz für Ihre Bedürfnisse zu finden.
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Ergänzend bieten wir Ihnen in unseren Apotheken:
Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrags dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt. Medikamente und Behandlungen sollten nur nach fachlicher Rücksprache angewendet werden.